Thea­ter

Tref­fen:

Thea­ter wird als Wahl­un­ter­richt ange­bo­ten. Die Thea­ter­grup­pe für die 6.–8. Jahr­gangs­stu­fe wird von Herrn Bertl gelei­tet und fin­det don­ners­tags in der 8. und 9. Stun­de (13.45–15.15 Uhr) in der klei­nen Turn­hal­le statt. Die Auf­füh­rung ist stets Ende Juli.

Die Thea­ter­grup­pe für Schüler/innen der 9.–11. Jahr­gangs­stu­fe fin­det ab dem Halb­jahr ver­mut­lich diens­tags in der klei­nen Turn­hal­le in der 8. und 9. Stun­de statt und wird von Frau Hein­rich gelei­tet.

Anti­go­nes Traum nach Sopho­kles” im Janu­ar 2019

Auf­füh­rung des P‑Seminars “Klas­si­ker­in­sze­nie­rung” bei Frau Hein­rich

Unter­stu­fen­thea­ter “Dop­pel­pack” im Juli 2018

Unter­stu­fen­thea­ter “She­he­ra­za­de” im Juli 2017

Lust­spiel von Inge Borg am 17. Juni 2016

Am 17. Juni 2016 brach­ten Tabea Carl (9d), Lau­ra Zieg­ler (9a) und Alex­an­der Spahl (9a) das Thea­ter­stück “Hil­fe, ich erbe Geld!” von Inge Borg zur Auf­füh­rung. Es sei beson­ders her­vor­ge­ho­ben, dass die drei Dar­stel­ler das Stück selbst erar­bei­tet, Regie geführt sowie Büh­nen­bild und Kos­tü­me selbst­stän­dig kon­zi­piert hat­ten. Herr Bertl stand dabei bera­tend zur Sei­te.

Ganz beson­ders bril­lier­te Alex­an­der Spahl in der drei­fa­chen Rol­le des Schrei­ners Tho­mas Ber­ger und des­sen Brü­dern, die er alle sehr authen­tisch spiel­te. Sei­ne Haus­häl­te­rin Rosan­na wur­de von Lau­ra Zieg­ler dar­ge­stellt und die Rol­le der Rechts­an­wäl­tin über­nahm Tabea Carl. Das Publi­kum war nach der Auf­füh­rung begeis­tert und bedank­te sich mit lang anhal­ten­dem Applaus.

Inhalts­an­ga­be: Der Schrei­ner und Jung­ge­sel­le Tho­mas Ber­ger bereut es bald bit­ter, eine Haus­häl­te­rin ein­ge­stellt zu haben, die sich um alles, nur nicht um den Haus­halt küm­mert. Die­se Rosan­na (Rosa) Wei­del sorgt mit ihrer Neu­gier­de und ihren Ide­en für ein abso­lu­tes Durch­ein­an­der, wel­ches sei­nen Höhe­punkt erreicht, als sie beim Schnüf­feln in der von Tho­mas unbe­ach­te­ten Post die Nach­richt über eine gro­ße Erb­schaft fin­det. Aber natür­lich hat die Sache einen Haken: Als Allein­er­ben wur­den Tho­mas und sei­ne bei­den Dril­lings­brü­der ein­ge­setzt, von deren Exis­tenz Tho­mas jedoch nichts weiß. Sei­ne Mut­ter hat­te in ihrer dama­li­gen Not ihrem Onkel in Ame­ri­ka geschrie­ben, dass sie Dril­lin­ge bekam, um auf die­se Art mehr Geld von ihm zu erhal­ten. Als nun auch noch die Rechts­an­wäl­tin Karin Wem­ba­cher erscheint, um zu über­prü­fen, ob mit der Erb­schaft alles sei­ne Rich­tig­keit hat, möch­te Tho­mas eigent­lich den Irr­tum auf­klä­ren und not­falls sogar auf das Erbe ver­zich­ten. Dies lässt jedoch Rosa nicht zu; sie bringt ihn so weit, dass er der Rechts­an­wäl­tin die „Dril­lin­ge” prä­sen­tiert, um an das Erbe zu gelan­gen. Tho­mas hüpft nun stän­dig von einer Rol­le in die ande­re, bis er sich selbst nicht mehr aus­kennt und schließ­lich nicht mehr weiß, wel­chen der Dril­lin­ge er der Rechts­an­wäl­tin gera­de vor­spie­len muss. Wenn dann auch noch Haus­häl­te­rin und Rechts­an­wäl­tin unter einer Decke ste­cken… Kann Tho­mas die Rechts­an­wäl­tin über­zeu­gen, dem Cha­os ent­rin­nen und das Erbe antre­ten?

Drei Schüler/innen unse­res Gym­na­si­ums woll­ten nach den schö­nen Erfah­run­gen in der Unter­stu­fen- Thea­ter­grup­pe von Herrn Bertl nicht auf­hö­ren. Viel­mehr mach­te der eiser­ne Kern wei­ter: Tabea Carl (Kl. 9d), Alex­an­der Spahl und Lau­ra Zieg­ler (Kl. 9a) such­ten sich selbst ein Stück aus, das lus­tig ist und mit drei Rol­len aus­kommt.

Ihre Wahl fiel auf “Hil­fe, ich erbe Geld” von Inge Borg, in dem eine heim­tü­cki­sche Cou­si­ne ihre Ver­wand­ten auf eine sehr spe­zi­el­le Art ken­nen ler­nen will. Die Auf­füh­rung fand nur ein­mal statt, und zwar am Frei­tag, den 17. Juni, um 19 Uhr in der klei­nen Turn­hal­le. 

Das Unter­stu­fen­thea­ter des Gym­na­si­ums Peg­nitz prä­sen­tier­te am 29. Juli 2015 in der klei­nen Turn­hal­le:

Bernd-Klaus Jer­of­kes “Dra­cu­la”


Die Per­so­nen und ihre Dar­stel­ler
Dra­cu­la
Vanes­sa Ajnik, Gud­run Peu­kert, Pau­la Schramm
Jona­than
Con­nor Pokrant
Mina
Vanes­sa Sper­ber
Lucy
Julia Wond­rak
Mar­tha
Lui­sa Sege­rer
Doro­thy
Rosa Wei­din­ger
Arthur
Alex­an­der Spahl
Jacky
Lau­ra Zieg­ler
Cla­ra van Hel­sing
Tabea Carl
Pati­en­ten
Lea Bütt­ner, Julia Diersch, Isa­bel Prühäu­ser, Tama­ra Tala­ga, Niki­ta Singh
Tech­nik: Tho­mas Pols­ter, David Förs­ter, Maxi­mi­li­an Mäd­ler, Simon Bar­to­schek, Valen­tin Mau­ser, Luca Wal­ter
Ein­stu­die­rung: Vere­na Mül­ler, Jörg Bertl

Fleisch­pflanzl in outer space (Thea­ter­stück der Unter­stu­fe 2014)

Hamlet=Omlet (Nov. 2014)

Ham­let oder Omlet? Das ist hier die Fra­ge.

Recht­schreib­feh­ler waren durch­aus beab­sich­tigt, als die Schü­ler der Q11 und Q12 am 17./18. Novem­ber 2014 ihrem Publi­kum die­se Fra­ge stell­ten. Der Ober­stu­fen­kurs „Dra­ma­ti­sches Gestal­ten“ hat nach mehr­mo­na­ti­ger Vor­be­rei­tungs­pha­se ein Stück zur Auf­füh­rung gebracht, das die Fra­ge nach Frei­heit und Gren­zen der Kunst stell­te. Pas­send zum Shake­speare-Jahr 2014 bil­de­te eines der berühm­tes­ten Dra­men des Bar­den den Rah­men und Aus­gangs­punkt der Tra­gik­ko­mö­die:

Eine ehr­gei­zi­ge Regis­seu­rin will sich mit einer Neu­in­sze­nie­rung des „Ham­let“ selbst ver­wirk­li­chen und die Kon­kur­renz an ande­ren gro­ßen Büh­nen über­strah­len. Scha­de nur, dass ihre Visio­nen auf ein eher mit­tel­mä­ßi­ges und zudem durch Kon­kur­renz­den­ken zer­ris­se­nes Schau­spiel­ensem­ble tref­fen. Mit Grau­sen wen­det sich ange­sichts der ver­sam­mel­ten thea­tra­len Unfä­hig­keit selbst der Geist des toten Ham­lets gegen die Trup­pe und ver­sucht, die Putz­mann­schaft für ein Kom­plott zu gewin­nen.

Viel­leicht könn­te das gemein­sa­me Pro­jekt und die Lei­den­schaft für das Spiel die Par­tei­en doch noch einen, wenn nicht die Finanz­knapp­heit ihrem Kul­tur­stre­ben enge Gren­zen set­zen wür­de. Als Ret­te­rin in der Not betritt da eine finanz­kräf­ti­ge Spon­so­rin die Büh­ne, die sich für die Toch­ter eine “kul­ti­vier­te“ Kar­rie­re wünscht. Der finan­zi­el­le Druck lässt ihre Wün­sche wahr wer­den und das gesam­te Thea­ter unter­wirft sich not­ge­drun­gen ihrem Dik­tat, die Kul­tur ergibt sich dem Kom­merz mit selbst­zer­stö­re­ri­schen Fol­gen. Für die Akteu­re und das Publi­kum wird die Pro­duk­ti­on zum Prüf­stein: lie­ber def­tig Ome­lette essen oder Ham­let doch noch eine Chan­ce geben?

Ober­stu­fen­kurs Dra­ma­ti­sches Gestal­ten­Thea­ter­un­ter­richt an Gym­na­si­en hat in Bay­ern eine lan­ge Tra­di­ti­on. Unter wech­seln­den Namen (Schul­spiel, Dar­stel­len­des Spiel, Dra­ma­ti­sches Gestal­ten) gehört Thea­ter seit vie­len Jah­ren auch am Gym­na­si­um Peg­nitz zum fes­ten Bestand­teil von Schu­le.

Im G8 ist Thea­ter als Pro­fil­fach im Wahl­pflicht­be­reich der Ober­stu­fe ein regu­lä­res Schul­fach, das auch zum Abitur zählt. In der Ober­stu­fe wird Thea­ter auch oft als The­ma eines P‑Seminars oder W‑Seminars ange­bo­ten. In der Qua­li­fi­ka­ti­ons­pha­se 2010/12 erar­bei­te­ten die Teil­neh­mer eines P‑Seminars ein eige­nes Stück auf der Basis von Goe­thes „Faust“: „Gret­chen 2012. Im Früh­jahr 2014 orga­ni­sier­te und insze­nier­te ein P‑Seminar ein Krimi­din­ner in eng­li­scher Spra­che.

Für die Auf­füh­rung des heu­ti­gen Abends wirk­ten sowohl Kurs­teil­neh­mer als auch zusätz­li­che Kräf­te auf frei­wil­li­ger Basis mit. Die­ses Enga­ge­ment, das mit den not­wen­di­gen Pro­ben­zei­ten deut­lich über die regu­lä­re Unter­richts­ver­pflich­tung hin­aus­geht, ist ein Beleg für die erfolg­rei­che Arbeit des Schul­thea­ters.

Unter den bil­dungs­po­li­ti­schen For­de­run­gen nach zukunfts­wei­sen­den Unter­richts­kon­zep­ten wie offe­ner Unter­richt, Pro­jekt­un­ter­richt u.a. kommt dem Thea­ter eine zen­tra­le Bedeu­tung zu.

BESETZUNG

Bradl, David, Q11 Clau­di­us, Möch­te­gern­kö­nig

Baum­gär­tel, Chia­ra, Q12 Putz­frau I, Toten­grä­ber I

Dein­zer, Fabi­an, Q11 Rosen­kranz, Hob­by­schlä­fer

Kien­baum, Hen­drik, Q11 Ham­lets Geist, rache­lüs­tern

Kon­rad, Anna, Q12 Schau­spie­le­rin, Perü­cken­fan

Mun­ker, Ines, Q12 Toch­ter, puber­tie­rend

Neu­big, Alex­an­dra, Q12 Mut­ter Ecker­mann, voll Flei­sches­lust

Raum, Fran­zis­ka, Q11 inne­re Stim­me

Raum, Julia, Q12 Putz­frau II ‚Toten­grä­ber II

Rein­hard, Felix, Q12 Polo­ni­us, Blut­ba­der

Rein­hard, Patri­zia, 10b Hof­da­me , fri­seur­süch­tig

Richt­stei­ger, Tina, Q12 Assis­ten­tin, spar­sam

Schor­ner, Chia­ra, Q12 Model, inne­re Stim­me

Sei­bold, Nata­lie, 10b Ger­tru­de, Kul­tur­trä­ge­rin

Spahl, Miri­am, Q12 Regis­seu­rin, visio­när

Stol­pe, Tizi­an, Q12 Ham­let, selbst sein größ­ter Fan

Traßl, Juli­us , Q11 Polo­ni­us, Flach­mann

Zin­ner, Anna-Lena, Q12 Hora­tio, diät­feind­lich

Tech­nik: Simon, Bar­tu­schek, Q12, Maxi­mi­li­an Mäd­ler. Q12, Tho­mas Pols­ter 10?

Pos­ter: Miri­am Spahl, Q12

Regie: Susan­ne Hein­rich

Dank­sa­gung

Wir möch­ten ganz herz­lich sämt­li­chen Eltern dan­ken für Bereit­stel­lung von Klei­der­schrank­in­hal­ten und Fahr­diens­ten, dem Leh­rer­kol­le­gi­um und der Schul­lei­tung, die Pro­ben­ta­ge, Son­der­pro­ben und Panik­pro­ben klag­los über sich erge­hen lie­ßen, der Tech­nik­grup­pe für die tat­kräf­ti­ge Unter­stüt­zung und natür­lich Herrn Rasch­ke wie immer für Rat und Tat.

Ohne Sie alle wäre unse­re Arbeit nicht mög­lich. Dan­ke!

2014-11-25 Hamlet=Omlett Ankün­di­gung
NN 2014-12-02 Hamlet=Omlett

P

Deutsch-tsche­chi­sches Thea­ter­pro­jekt „cojc”: Tscher­no­byl 2014

Deutsch-tsche­chi­sches Thea­ter­pro­jekt „cojc“: Tscher­no­byl 2014

26.04.1986: Block 4 des ukrai­ni­schen Atom­kraft­werks in Tscher­no­byl wird durch eine Explo­si­on des Reak­tors weit­läu­fig zer­stört und führ­te inner­halb und auch fern der ukrai­ni­schen Gren­zen zu stark erhöh­ten Wer­ten radio­ak­ti­ver Strah­lung

Wie konn­te das pas­sie­ren? Wie gin­gen die Poli­ti­ker damit um? Wie wur­de die Bevöl­ke­rung gewarnt oder inwie­weit über­haupt infor­miert?

Mit der Klä­rung die­ser und wei­te­rer Fra­gen beschäf­tig­ten sich fünf deut­sche und sie­ben tsche­chi­sche Jugend­li­che zwi­schen 14 und 21 Jah­ren im Rah­men eines acht­tä­gi­gen Thea­ter-Work­shops. Die­ser war ein neu­es Pro­jekts von „cojc“, eine deutsch-tsche­chi­sche Orga­ni­sa­ti­on, wel­che durch staat­li­che För­de­rung und einem gerin­gen Unkos­ten­bei­trag sei­tens der Teil­neh­mer finan­ziert wird. Pro­jek­te von „cojc“ basie­ren immer auf der Zusam­men­ar­beit zwi­schen Deutsch­land und Tsche­chi­en, die durch das Erler­nen von “Tscheutsch” (Tsche­chisch-deutsch) und durch die Anwe­sen­heit einer Über­set­ze­rin auch nicht durch die Sprach­bar­rie­re behin­dert wer­den soll.
Nach kur­zem Ken­nen­ler­nen mach­ten wir uns gleich ans Werk. Allein die Recher­che zum The­ma bean­spruch­te in den ers­ten drei bis vier Tagen einen Groß­teil der Zeit. Es wur­den eif­rig über Inter­net, Lite­ra­tur und durch Stadt­ar­chi­ve in Tsche­chi­en und Deutsch­land Infor­ma­tio­nen zusam­men­ge­tra­gen und in der Grup­pe bespro­chen. Dies und täg­li­ches Thea­ter­trai­ning bil­de­te die Grund­la­ge für das Thea­ter-Pro­jekt.
In gemisch­ten Klein­grup­pen wur­den schließ­lich nach und nach The­men oder Situa­ti­ons­an­ga­ben ver­teilt wel­che in mühe­vol­ler und oft zeit­auf­wän­di­ger Klein­ar­beit zu ers­ten Sze­nen führ­ten.

Doch war­um war die­se Arbeit ein so lang­wie­ri­ger Pro­zess? Thea­ter ist doch nor­mal nicht mehr als ein Skript aus­wen­dig zu ler­nen und Bewe­gungs­ab­läu­fe mög­lichst sinn­voll anein­an­der­zu­rei­hen, oder?
In die­sem Fall eben gera­de nicht. Bei die­ser Insze­nie­rung war allein das The­ma gesetzt, Hand­lung, The­ma­tik und Kon­flik­te ein­zel­ner Teil­sze­nen, sowie der gesam­te Text ist erst wäh­rend die­ser einen Woche erdacht wor­den. Betrach­tet man die 35 minü­ti­ge End­auf­füh­rung von die­sem Stand­punkt aus, so erscheint sie nicht mehr so kurz wie zuvor son­dern man erkennt die har­te Arbeit und den Fleiß der Teil­neh­mer, der sich in jeder Wen­dung des Stü­ckes wider­spie­gelt. Und auch wenn die­se Tat­sa­che wahr­schein­lich nur den wenigs­ten bewusst war, so haben sich die lan­gen Pro­ben­ta­ge und die Nacht­schich­ten im Nach­hin­ein doch gelohnt. So war es auch kein Wun­der, dass die meis­ten mit Begeis­te­rung und neu­en Bekannt­schaf­ten aus dem ver­gan­ge­nen Pro­jekt her­vor­gin­gen und sofort wie­der an einem neu­en teil­neh­men woll­ten .

Miri­am Spahl, Chia­ra Baum­gär­tel

Tick­Tock – Thea­ter am 16. und 17.7.2013

Seit März 2013 lie­fen bereits die Vor­be­rei­tun­gen für die Auf­füh­rung. Die 22 Spie­ler und Spie­le­rin­nen haben sich nach meh­re­ren Adap­tatio­nen von klas­si­schen Stof­fen die­ses Jahr für ein moder­nes, trau­rig-lus­ti­ges Stück ent­schie­den, bei dem auch erns­te­re Töne ange­schla­gen wer­den. Den Hin­ter­grund der lose ver­knüpf­ten Sze­nen bil­det ein Bahn­hof, tra­di­tio­nell ein Ort des Ankom­mens und des Auf­bruchs, der für die Han­deln­den eine Zwi­schen­sta­ti­on bil­det, einen Ort, der selt­sam außer­halb von Zeit und Ort zu ste­hen scheint. Hier kreu­zen und berüh­ren sich unter­schied­lichs­te Lebens­li­ni­en und für eini­ge nimmt das Leben danach eine neue Rich­tung…

2013-07-18 Tick­tock – die Zeit läuft

Gret­chen 2012

Das P‑Seminar von Frau Hein­rich führt am 13. Febru­ar 2012 das “Faust”-ähnliche Pro­jekt “Gret­chen 2012” auf.

Sieg­fried Dra­chen­tö­ter 2012

Kon­kur­renz für Wag­ner Fest­spie­le????

Mit „Schil­ler – Die Bürg­schaft“ im Okto­ber 2011, “Gret­chen 2012“ im Febru­ar 2012 und „Sieg­fried – der Dra­chen­tö­ter“ am 16./17. Juli 2012 stand das Schul­thea­ter­jahr ganz im Zei­chen klas­si­scher Stof­fe. Aller­dings konn­ten die Spie­ler bei kei­nem der Stü­cke der Ver­su­chung einer nicht ganz ernst­ge­mein­ten Adap­tati­on wider­ste­hen.

Das Schul­jahr mag sich sei­nem Ende zunei­gen, aber thea­ter­tech­nisch hat die hei­ße Pro­ben­pha­se jetzt gera­de begon­nen. 30 Spie­ler und Spie­le­rin­nen der Jahr­gangs­stu­fen 7–9 tref­fen sich all­wö­chent­lich für drei Stun­den, um zusam­men an der Rea­li­sie­rung des Pro­jekts zu arbei­ten. Auf der Büh­ne in der klei­nen Turn­hal­le wird gekämpft, geliebt und gestor­ben (oder etwa nicht?), was das Zeug hält. Für eini­ge der Betei­lig­ten war die Arbeit am Stück die ers­te Begeg­nung mit dem Sagen­stoff, ande­re muss­ten sich an klei­ne­re Abwei­chun­gen von der gän­gi­gen Über­lie­fe­rung erst gewöh­nen.

Anfang Juli wer­den dann noch mit dem Unter­stu­fen­chor eini­ge Tage auf der Burg Rothen­fels für die Fein­ab­stim­mung zwi­schen Thea­ter und Musik geprobt.

Schil­lers Bürg­schaft 2011

Die Thea­ter­grup­pe des Gym­na­si­ums Peg­nitz führ­te am 12. und 13. Okto­ber 2011 das Stück “Schil­lers Bürg­schaft??? – eine moder­ni­sier­te und respekt­freie Dra­ma­ti­sie­rung der Bal­la­de” in der Aula auf. Betei­ligt waren 17 Schü­le­rin­nen und Schü­ler aus dem Jahr­gangs­stu­fen 7 bis 10, die seit April mit gro­ßem Enga­ge­ment an dem Pro­jekt arbei­te­ten.

Die Spie­ler

Tyran­nin Dio­ny­sia: Miri­am Spahl, 9d

Damon: Domi­nik Düplois, 10a

Bür­ge Bep­po: David Bradl, 8a

Bep­pos Frau, Hof­rä­tin: Tina, Richt­stei­ger, 9e

Damons Schwes­ter Eva, Bau­er: Marie Kopp, 8c

Traum­mann Puma, Wache: Mar­co Malt­schik, 8b

Frau Mei­er, Hof­rä­tin: Lui­sa Hof­mann, 9e

Foto­gra­fin, Hof­rä­tin, Bau­er: Ines Mun­ker, 9c

Fluss­göt­tin, Hof­rä­tin: Alex­an­dra Neu­big, 9c

Blu­men­mäd­chen, Hof­rä­tin: Jen­ny Haustein,8b

Hof­rä­tin, Kim­ber­ly-Chan­tal: Stel­la Rösch, 9d

Hof­rä­tin, Ver­füh­re­rin: Chia­ra Baum­gär­tel, 9e

Hof­rä­tin, alte Frau: Chia­ra Noack, 9e

Hof­rä­tin, Pfar­rer: Han­na Kor­mann, 10a

Büh­nen­ar­bei­ter: Anna Bau­er, 8b, Jens Düm­ler, 7d

Büh­nen­ar­bei­ter: Andre­as Malt­schik, 8a

Cho­reo­gra­phie: Tina, Richt­stei­ger, 9e und Chia­ra Noack, 9e und alle ande­ren auch irgend­wie

Tech­nik und Büh­nen­or­ga­ni­sa­ti­on: Dani­el Schwing (Q12), Niklas Böse (10a), Jana Düm­ler (Q12), Julia Kaupp (Q12),

Regie: Susan­ne Hein­rich

Die Bürg­schaft“ von Fried­rich Schil­ler ist seit dem 19. Jahr­hun­dert fes­ter Bestand­teil des Lite­ra­tur­ka­nons der höhe­ren Schu­len. Unzäh­li­ge Schü­ler wur­den von den 20 Stro­phen der Bal­la­de bis in ihre Träu­me ver­folgt, wäh­rend sie ver­such­ten, sich die (angeb­lich so wohl­klin­gen­de) Spra­che Schil­lers ins Gedächt­nis ein­zu­gra­ben, um eine gute Note für den Gedicht­vor­trag zu ergat­tern.

Die dra­ma­tis per­so­nae des Urtex­tes wur­den in der Bear­bei­tung von Karl­heinz Frankl um zahl­rei­che Sprech- und Schwei­ge­rol­len ergänzt und obwohl der Ver­lauf der Hand­lung über wei­te Stre­cken unver­än­dert bleibt, berei­chern eini­ge uner­war­te­te Wen­dun­gen das Spiel. Zudem umfasst das eigent­li­che Stück eine Rah­men­hand­lung, die die Spie­ler in Impro­vi­sa­tio­nen gemein­sam ent­wi­ckelt haben.

Die grau­sa­me und unbe­re­chen­ba­re Tyran­nin Dio­ny­sia (Miri­am Spahl, 9e) regiert mit har­ter Hand das anti­ke Syra­kus und ihren rück­grat­lo­sen Hof­rat. Die­ser will sich der Dame ent­le­di­gen und bedient sich dazu des naiv-idea­lis­ti­schen Damons (Domi­nik Düplois, 10a).

Bei sei­nem dilet­tan­ti­schen Atten­tats­ver­such wird Damon gefasst und kann nur unter Hin­ter­las­sen eines Bür­gen einen drei­tä­gi­gen Auf­schub sei­nes Todes­ur­teils errei­chen, um sei­ne lieb­li­che Schwes­ter noch schnell mit einem Ehe­mann zu ver­sor­gen. Der ver­trau­ens­se­li­ge Bür­ge Bep­po (David Bradl, 8d) steht mit sei­nem Leben für die ter­min­ge­rech­te Wie­der­kehr sei­nes Freun­des ein. Die­ser wird aller­dings durch Wid­rig­kei­ten der Natur und mensch­li­che Intri­gen in sei­nem Lauf in den siche­ren Tod auf­ge­hal­ten…

Goe­the oder Schil­ler? Schil­ler oder Goe­the?

Wer ist grö­ßer? Wer ist bes­ser? Wer ver­tritt am deut­lichs­ten die Idea­le der deut­schen Klas­sik, die höchs­te Blü­te deut­scher Kul­tur? Ist das über­haupt wich­tig?

Fra­gen, die Genera­tio­nen von Ger­ma­nis­ten beschäf­tig­ten und ent­zwei­ten, die aber nur in einem weit ent­fern­ten Par­al­lel­uni­ver­sum für Schü­ler (heu­te wie frü­her) irgend­ei­ne Bedeu­tung haben mögen.

Im thü­rin­gi­schen Wei­mar lie­fer­ten sich die zwei Dich­ter­fürs­ten einen freund­schaft­li­chen Wett­streit um das Edleund Gute. Für die Klas­si­ker stell­ten Ehre, Freund­schaft, Tugend Idea­le dar, die es mit allen Mit­teln unter das Volk zu brin­gen galt. Die Men­schen soll­te durch heh­re Vor­bil­der in Dra­men und Gedich­ten von ihren „nie­de­ren Trie­ben“ abge­bracht und zum Bes­se­ren bekehrt wer­den.

Auch unser Held, Damon, könn­te ein sol­ches Vor­bild sein – auch heu­te noch – doch anders als bei Goe­the, nein Schil­ler, ist die heu­ti­ge Inter­pre­ta­ti­on des Tyran­nen­tums wesent­lich uned­ler als noch im 19. Jahr­hun­dert. Wo es bei den Klas­si­kern auch im Her­zen des Schre­ckens­herr­schers noch „mensch­li­che Rüh­rung“ ange­sichts unver­brüch­li­cher Freund­schaft geben kann, sehen wir heu­te nur noch Macht­gier und Will­kür. Im Rah­men­spiel ergibt sich so die For­de­rung der Schü­ler nach einer Neu­in­ter­pre­ta­ti­on der „Wun­der­mär“ von Treue und Groß­mut.

Der Text …

… ist ein­fach zu lang um ihn hier abzu­dru­cken, des­halb nur eini­ge „Schman­kerln“:

Zu Dio­nys, dem Tyran­nen, schlich
Damon, den Dolch im Gewan­de:
Ihn schlu­gen die Häscher in Ban­de,
»Was woll­test du mit dem Dol­che? sprich!«
Ent­geg­net ihm fins­ter der Wüte­rich. 5
»Die Stadt vom Tyran­nen befrei­en!«
»Das sollst du am Kreu­ze bereu­en.«

»Ich bin«, spricht jener, »zu ster­ben bereit
Und bit­te nicht um mein Leben:
Doch willst du Gna­de mir geben, 10
Ich fle­he dich um drei Tage Zeit,
Bis ich die Schwes­ter dem Gat­ten gefreit;
Ich las­se den Freund dir als Bür­gen,
Ihn magst du, ent­rinn’ ich, erwür­gen.«

Da lächelt der König mit arger List 15
Und spricht nach kur­zem Beden­ken:
»Drei Tage will ich dir schen­ken;
Doch wis­se, wenn sie ver­stri­chen, die Frist,
Eh’ du zurück mir gege­ben bist,
So muss er statt dei­ner erblas­sen 20
Doch dir ist die Stra­fe erlas­sen.«

Und drei­zehn Stro­phen spä­ter hat es der Held Damon doch noch recht­zei­tig vor der Hin­rich­tung zurück nach Syra­kus geschafft:

Und die Son­ne geht unter, da steht er am Tor, 120
Und sieht das Kreuz schon erhö­het,
Das die Men­ge gaf­fend umste­het;
An dem Sei­le schon zieht man den Freund empor,
Da zer­trennt er gewal­tig den dich­ter Chor:
»Mich, Hen­ker«, ruft er, »erwür­get! 125
Da bin ich, für den er gebür­get!«

Und Erstau­nen ergrei­fet das Volk umher,
In den Armen lie­gen sich bei­de
Und wei­nen vor Schmer­zen und Freu­de.
Da sieht man kein Augen trä­nen­leer, 130
Und zum Köni­ge bringt man die Wun­der­mär’;
Der fühlt ein mensch­li­ches Rüh­ren,
Lässt schnell vor den Thron sie füh­ren,

Und bli­cket sie lan­ge ver­wun­dert an.
Drauf spricht er: »Es ist euch gelun­gen, 135
Ihr habt das Herz mir bezwun­gen;
Und die Treue, sie ist doch kein lee­rer Wahn -
So neh­met auch mich zum Genos­sen an:
Ich sei, gewährt mir die Bit­te,
In eurem Bun­de der drit­te!«

Das Wich­tigs­te zum Schluss:

An alle, die uns (fast immer) klag­los Kos­tü­me und Requi­si­ten beschafft, vom Unter­richt befreit, zu den Pro­ben gefah­ren, But­ter­bro­te geschmiert getrös­tet und auf alle sons­ti­ge Wei­sen unter­stützt haben, geht unser herz­lichs­ter Dank!

2011-10-08 Thea­ter­grup­pe spielt Die Bürg­schaft
2011-01-19 Mit­ten aus dem Leben beim Genera­tio­nen­netz

Thea­ter 2010: Nacht­split­ter – ein lite­ra­ri­scher Rei­gen

am Mitt­woch, den 21. April 2010, um 19.30 Uhr in der Stadt­bü­che­rei Peg­nitz

Es erwar­tet Sie ein Abend mit hei­te­ren und besinn­li­chen Tex­ten, Sket­chen

und Sze­nen zum The­ma Nacht-Mond-Traum. Schrift­stel­ler wie Shakespeare,Eichendorff, Mor­gen­stern und Lori­ot wur­den ange­zo­gen von der Nacht, der magi­schen Zau­ber­zeit zwi­schen Rea­li­tät und Traum. Sämt­li­che Tex­te, Sze­nen und Gedich­te wur­den und wer­den von Schü­lern und Schü­le­rin­nen des Grund­kur­ses Dra­ma­ti­sches Gestal­ten des des Gym­na­si­ums Peg­nitz aus­ge­wählt, in Sze­ne gesetzt und prä­sen­tiert.

Wir freu­ten uns dar­auf, für Sie spie­len zu dür­fen!

Wir dan­ken ganz beson­ders der Stadt­bü­che­rei Peg­nitz, die uns ihre Räu­me zur Ver­fü­gung stellt, für ihre freund­li­che Unter­stüt­zung.

Wahl­fach Thea­ter 2009

2009-02-04 Thea­ter­grup­pe spielt Kam­mer­mu­sik
2009-02-05 Thea­ter­grup­pe mit Nach­Spiel­Zeit

Wahl­fach Thea­ter 2008

2008-06-23 Mei­ne lei­che, dei­ne Lei­che
2008-06-25 Thea­ter­grup­pe spielt Nur über sei­ne Lei­che

Wahl­fach Thea­ter 2007

NK 2007-07-18 Schü­ler spie­len Lysis­tra­ta