Demo­kra­tie för­dern

Demo­kra­tie­bus in Peg­nitz (2018)

Am 18.9.2018 mach­te der Demo­kra­tie-Bus auf sei­ner Tour durch Nord­bay­ern auf dem Markt­platz in Peg­nitz Halt. Unse­re Schu­le war mit einer 10. Klas­se mit OSt­Rin Simo­ne Birn­mey­er und einer Grup­pe aus dem Schü­ler­heim mit OStR Olaf Huber vor Ort. Peg­nitz konn­te dabei sei­nem Namen als Schul­stadt gerecht wer­den, denn neben unse­rer Schu­le besuch­ten auch die Real­schu­le, die Mit­tel­schu­le und die Berufs­schu­le mit Schü­ler­grup­pen den Bus, der sechs Stun­den auf dem Peg­nit­zer Markt­platz für ein offe­nes, tole­ran­tes und demo­kra­ti­sches Deutsch­land warb. Wie wich­tig dies gera­de heu­te ist, beton­ten die zahl­rei­chen Red­ner, unter ihnen Bür­ger­meis­ter Uwe Raab, Dekan Dr. Ger­hard Schoe­nau­er und Schü­ler­spre­che­rin Mag­da­le­na Huber, die im Namen des Gym­na­si­ums Peg­nitz, das Mit­glied im Bünd­nis der „Schu­len ohne Ras­sis­mus – Schu­len mit Cou­ra­ge“ ist, gespro­chen hat.

Der Vor­sit­zen­de des Eltern- und För­de­rer­ver­ban­des Har­ry Bau­er
Dekan Dr. Ger­hard Schoe­nau­er
Die Fach­schafts­lei­te­rin OSt­Rin Simo­ne Birn­mey­er
Schü­ler­spre­che­rin Mag­da­le­na Huber

Wäh­len ab 16? Junior­wahl am Gym­na­si­um Peg­nitz (2017)

Wahl­lo­kal am Gym­na­si­um Peg­nitz eröff­net:

Anläss­lich der Bun­des­tags­wahl am 24. Sep­tem­ber 2017 wur­de gleich in der ers­ten Schul­wo­che ein Wahl­lo­kal im Neben­raum der Aula des Gym­na­si­ums Peg­nitz eröff­net. Grund war die anste­hen­de Junior­wahl, die erst­mals an unse­rer Schu­le durch­ge­führt wur­de. Die Junior­wahl: Die Junior­wahl wird seit 1999 unter der Schirm­herr­schaft des Bun­des­tags­prä­si­den­ten, in die­sem Fall Dr. Nor­bert Lam­mert, als Pro­jekt zur poli­ti­schen Bil­dung an Schu­len durch­ge­führt. Dabei wird ein simu­lier­ter Wahl­akt unter rea­len Bedin­gun­gen, also mit Wäh­ler­ver­zeich­nis­sen, Wahl­schei­nen, ech­ten Stimm­zet­teln, Wahl­ka­bi­nen und Urne, durch­ge­führt. Der Wahl­akt der Schü­ler fin­det par­al­lel zu Landtags‑, Bun­des­tags- und Euro­pa­wah­len statt, das Ergeb­nis wird bun­des­weit aus­ge­wer­tet und am ech­ten Wahl­tag kurz vor der ers­ten Pro­gno­se im Inter­net ver­öf­fent­licht. Das Pro­jekt umfasst alle Schul­ar­ten ab der 7. Jahr­gangs­stu­fe.

Damit wer­den ver­schie­de­nen Zie­le ver­folgt. Einer­seits geht es dar­um, der Poli­tik­ver­dros­sen­heit den Kampf anzu­sa­gen und Jugend­li­che auf die Bedeu­tung von Wah­len all­ge­mein und jeder ein­zel­nen Stim­me im Beson­de­ren hin­zu­wei­sen. Auch der Mei­nungs­bil­dungs­pro­zess von Erst­wäh­lern soll geför­dert, ihnen die Angst vor einem „fal­schen“ Kreuz genom­men wer­den. Ande­rer­seits wer­den die Ergeb­nis­se der Junior­wahl auch für wis­sen­schaft­li­che Zwe­cke genutzt. So stell­te die Uni­ver­si­tät Stutt­gart fest, dass sich Schü­ler vor der Teil­nah­me an der Junior­wahl inten­si­ver mit dem aktu­el­len poli­ti­schen Gesche­hen befass­ten. Die Zahl der Zei­tungs­le­ser ver­drei­fach­te sich. Auch im fami­liä­ren und schu­li­schen Umfeld wur­den die poli­ti­schen Gescheh­nis­se ver­stärkt the­ma­ti­siert. Es wur­de auch nach­ge­wie­sen, dass die Wahl­be­tei­li­gung unter Jung- und Erst­wäh­lern ange­stie­gen ist, obwohl die­se tra­di­tio­nell rela­tiv hoch ist. Außer­dem wur­den durch die Durch­füh­rung im Unter­richt auch sozi­al schwä­che­re Fami­li­en erreicht, die nach­weis­lich sonst eher schwer für poli­ti­sche The­men zugäng­lich sind. In die­sem Jahr war das Inter­es­se an der Junior­wahl so hoch wie noch nie: Über 3400 Schu­len betei­lig­ten sich mit knapp einer hal­ben Mil­li­on Jugend­li­chen. Das ist Rekord! Sofort wird dar­aus die For­de­rung nach der Absen­kung des Wahl­al­ters auf 16 Jah­re abge­lei­tet. Auch dar­über kann vor und nach der Wahl aus­führ­lich dis­ku­tiert wer­den, denn für bei­de Sicht­wei­sen gibt es gute Argu­men­te.

Durch­füh­rung an unse­rer Schu­le:

Die Teil­nah­me an der Junior­wahl am Gym­Peg wur­de bereits im vor­ver­gan­ge­nen Schul­jahr von der Kol­le­gin Anni­ka Rost bean­tragt, die jedoch nach Mün­chen ver­setzt wur­de. Daher konn­te die Wahl in vie­ler­lei Hin­sicht nicht im Sin­ne des Erfin­ders durch­ge­führt wer­den. Die 6 bis 8 Unter­richts­stun­den, die als Vor­be­rei­tung für den The­men­kom­plex Demo­kra­tie und Wah­len ver­wen­det wer­den soll­ten, ent­fie­len wegen der Kür­ze der Zeit. Der spä­te baye­ri­sche Schul­jah­res­be­ginn Mit­te Sep­tem­ber und die gleich dar­auf fol­gen­de Q12-Fahrt führ­ten dazu, dass die Wahl sofort in der ers­ten Schul­wo­che durch­ge­führt wer­den muss­te, also prak­tisch ohne jede Vor­be­rei­tung. Dies bedeu­te­te, dass ein Groß­teil der 10. Klas­sen noch nie eine Stun­de Sozi­al­kun­de hat­te, aber gleich wäh­len gehen muss­te / durf­te. In der 11. und 12. Jahr­gangs­stu­fe war hin­ge­gen die feh­len­de Vor­be­rei­tung auf­grund des vor­an­ge­gan­ge­nen Sozi­al­kun­de­un­ter­richts kein Pro­blem. Beson­ders die ange­hen­den Abitu­ri­en­ten berich­te­ten, dass sie sich eigens wegen der Junior­wahl ver­stärkt mit poli­ti­schen Inhal­ten beschäf­tigt haben. Nach­dem das ech­te Wahl­er­geb­nis am 24. Sep­tem­ber fest­stand, wur­den die Resul­ta­te der Junior­wahl damit ver­gli­chen und aus­führ­lich ana­ly­siert.

Das Ergeb­nis: (Gra­fi­ken in pdf)

Die Ergeb­nis­se der Junior­wahl in Peg­nitz unter­schie­den sich prak­tisch nicht von den ech­ten Ergeb­nis­sen in Bay­ern. Ledig­lich die AfD bekam an unse­rer Schu­le nur 5,3% im Ver­gleich zu 12,5% in Bay­ern und 13,0% im Bund (Hoch­rech­nung 24.9.17 20.00 Uhr bzw. 21.10 Uhr). Dies deckt sich wie­der­um mit dem Gesamt­ergeb­nis der Junior­wahl bun­des­weit, wonach die AfD nur auf 6% der Stim­men kam. Dem­nach wären die Grü­nen mit über 17,9% dritt­stärks­te Kraft im Bund hin­ter der CDU mit 27,0% und der SPD mit 19,3%. Die Ergeb­nis­se kön­nen im Detail unter www.juniorwahl.de ein­ge­se­hen wer­den.

Fazit:

Sowohl für die Schü­le­rin­nen und Schü­ler als auch für die beglei­ten­den Lehr­kräf­te war die Junior­wahl trotz der feh­len­den Vor­be­rei­tung ein unein­ge­schränkt posi­ti­ves Pro­jekt, das die Wahl unter rea­len Bedin­gun­gen simu­liert. Im Fal­le einer erneu­ten Teil­nah­me könn­te die Vor­be­rei­tung und Durch­füh­rung zum Bei­spiel im Rah­men eines p‑Seminars noch pro­fes­sio­nel­ler und ins­be­son­de­re von Schü­lern durch­ge­führt wer­den.

Simo­ne Birn­mey­er, Wahl­lei­te­rin

Gym­peg-Schü­ler/in­nen im Land­tag (Juli 2018)

Auf Ein­la­dung von Ulri­ke Gote, Bay­reu­ther Land­tags­ab­ge­ord­ne­te der Grü­nen und Land­tags­vi­ze­prä­si­den­tin, besuch­te eine inter­es­sier­te Grup­pe aus der Q11 unter Beglei­tung von Olaf Huber und Chris­toph Kra­mer am 10.07.18 den Bay­ri­schen Land­tag. Nach einem vege­ta­ri­schen Mit­tag­essen in der Besu­cher­kan­ti­ne des Land­tags durf­ten die Schü­le­rin­nen und Schü­ler auf der Besu­cherem­po­re des Ple­nar­saals der aktu­el­len Stun­de zum “Tou­ris­mus in Bay­ern“, die von der CSU-Frak­ti­on ein­ge­bracht wur­de, bei­woh­nen. Abschlie­ßend stell­te sich Frau Gote, die mit ihrer Paten­schaft unser Schul­pro­fil “Schu­le ohne Ras­sis­mus – Schu­le mit Cou­ra­ge“ unter­stützt, eine Stun­de lang den hin­ter­grün­di­gen Fra­gen unse­rer Schüler/innen.

Jung­jour­na­lis­ten in Ber­lin (März 2013)

Ein Inter­view mit Bun­des­in­nen­mi­nis­ter Hans-Peter Fried­rich führ­ten die Peg­nit­zer Gym­na­si­as­ten Han­na Kor­mann und Domi­nik Düplois am 13. März. Das Minis­te­ri­um hat­te im Rah­men des Pro­jekts “Schuls im BMI” 25 jun­ge Jour­na­lis­tin­nen nach Berin ein­ge­la­den. Pres­se­be­richt