Aus­tausch mit Prin­gy – Grund­sätz­li­ches)

Die Part­ner­schaft mit dem Col­lège La Salle Prin­gy bei Anne­cy (Hau­te-Savo­ie)

Die Gegend: 

Prin­gy ist eine der zehn Kom­mu­nen des Bal­lungs­raums von Anne­cy. Es hat ca. 3000 Ein­woh­ner und ist ein Ver­kehrs­kno­ten­punkt. Es liegt an einer Auto­bahn A 41, meh­re­ren Bun­des­stra­ßen und der Eisen­bahn. Es gehört zum Groß­raum (agglo­mé­ra­ti­on) Anne­cy, der etwa 150 000 Ein­woh­ner umfasst. Die Ent­fer­nung zum reiz­vol­len Lac d’Annecy beträgt nur 5 km. Aus­flü­ge in die herr­li­che Berg­welt der fran­zö­si­schen Alpen sind in kür­zes­ter Zeit mög­lich (80 km zum Mont Blanc).

Geschicht­li­ches: 

Prin­gy wur­de 867 n. Chr. erst­mals erwähnt. Damals war es eine Gemein­de unter dem Patro­nat des Klos­ters St. Mau­rice. Prin­gy und sei­ne Umge­bung sind auch reich an Spu­ren der Anti­ke. Seit eini­ger Zeit gibt es in Prin­gy ein gal­lo-roma­ni­sches Muse­um. Sehens­wer­tes: Die Kir­che des alten Dorf­kerns (chef-lieu) wur­de 1860 erbaut. Ein römi­sches Bau­werk ist die Brü­cke von Bro­gny. Der Mei­len­stein neben der Brü­cke zeigt die Ent­fer­nung nach Genf : 34 km. Die bei­den Schlös­ser, das Châ­teau de Mon­t­houx und das Châ­teau de Pro­mé­ry, stam­men aus dem 13. Jahr­hun­dert. Die Kapel­le von Fer­riè­res, erbaut 1685, ist eines der weni­gen erhal­te­nen Bei­spie­le länd­li­cher Kir­chen vor der Fran­zö­si­schen Revo­lu­ti­on. Indus­trie und Hand­werk: Den größ­ten Teil des Ortes nimmt eine zone indus­tri­el­le ein, in der auch die Part­ner­schu­le, das Col­lège La Salle liegt. Wich­tig sind dort Mecha­nik und der elek­tro­ni­sche Sek­tor. Zudem sind in der Gegend Holz- und Land­wirt­schaft bedeu­tend. Im Gemein­de­ge­biet dürf­te die bekann­tes­te Fir­ma der Sport­ar­ti­kel­her­stel­ler Salo­mon sein.

Die Schu­le: 

Es han­delt sich um eine von einer katho­li­schen reli­giö­sen Gemein­schaft (den Frè­res des Éco­les Chré­ti­en­nes) gegrün­de­te Ein­rich­tung. Frè­re Alain Cusin, der ca. 30 Jah­re Schul­lei­ter war, hat die Ent­wick­lung der Schu­le von 1967 bis 2000 ent­schei­dend geprägt und auch den Aus­tausch mit dem Gym­na­si­um Peg­nitz ein­ge­lei­tet und geför­dert. Die Schu­le unter­liegt zwar der Auf­sicht der Bru­der­schaft, ist aber wie alle Éco­les pri­vées Teil des staat­li­chen Schul­sys­tems. Sie genießt in der Umge­bung von Anne­cy einen guten Ruf, was sich auch an den der­zeit stän­dig stei­gen­den Schü­ler­zah­len zeigt.

Die Part­ner­schaft: 

Die Bezie­hun­gen des Col­lège La Salle nach Deutsch­land begin­nen mit Bay­reuth, der Part­ner­stadt von Anne­cy. Aus Platz­grün­den und wegen schlech­ten Wet­ters wur­de 1967 eine fran­zö­si­sche Schü­ler­grup­pe damals in das Inter­nat des Gym­na­si­ums Peg­nitz ein­quar­tiert. Die ers­ten Begeg­nun­gen führ­ten kei­ne geschlos­se­nen Klas­sen, son­dern gemisch­te Grup­pen, meist in den Feri­en, zusam­men. Durch die Initia­ti­ven von Frè­re Alain Cusin und OStD Sche­rer bekam der Schü­ler­aus­tausch seit 1970 den jet­zi­gen Cha­rak­ter. Neben der Erwei­te­rung des lan­des­kund­li­chen Wis­sens und der Begeg­nung mit fran­zö­si­schen Fami­li­en wur­de ein Schwer­punkt auf unter­richt­li­che Pro­jek­te gelegt. Hier­bei leis­te­te ein von Herrn Tau­send­pfund miter­ar­bei­te­tes didak­ti­sches Kon­zept wert­vol­le Hil­fe. Für die Ent­wick­lung und den Aus­bau der Bezie­hun­gen zur Part­ner­schu­le waren Herr Ham­me­rich, Herr Dr. Wolf, Herr Dr. Thiel­sen und seit Beginn der 90-er Jah­re Herr Mense zustän­dig. Frau Him­mel über­nahm den Aus­tausch 2009, Frau Spi­roch im Schul­jahr 2013/2014 und im Schul­jahr 2018/19 Herr Keckl.

OSt­Rin A. Spi­roch

Berich­te vom Aus­tausch mit Prin­gy