Eng­lish theat­re

Wil­de Sham­rock Tou­ring Theat­re 2019

Da waren sie wie­der. Drei Iren, die mit ihrer Show sogar in aller Herr­gotts­frü­he die Zuschau­er in der klei­nen Turn­hal­le zu einem Sitz-Schuh­platt­ler bewe­gen kön­nen. Nach einem Jahr Pau­se war am 8. Okto­ber 2019 ein­mal mehr das Wil­de Sham­rock Tou­ring Theat­re in Peg­nitz zu Gast und begeis­ter­te die Schü­ler der Q11 und Q12 mit ihrer Dar­bie­tung, einer kurz­wei­li­gen Revue aus Geschich­ten, Thea­ter, Slap­stick und Musik.

Sto­ry­tel­ling through the ages“ lau­te­te der Titel der ca. 80 minü­ti­gen Show, die den Bogen von den Mär­chen der Brü­der Grimm über alle Bän­de der Har­ry Pot­ter Saga bis hin zu Shake­speares „Romeo and Juliet“ spann­te. Mit viel Schwung und per­fek­tem Timing wur­den die Klas­si­ker äußerst unter­halt­sam gekürzt, umge­mo­delt und ins Absur­de über­stei­gert, so dass die Dar­bie­tung immer wie­der von Lachen und Applaus des begeis­ter­ten Publi­kums unter­bro­chen wur­de. Da sich die Deutsch­kennt­nis­se von Kie­ra, Siob­han und Aidan letzt­lich auf das Wort „genau“ (uni­ver­sell ein­setz­bar!) beschränk­ten, kamen die Schü­le­rin­nen und Schü­ler in den Genuss des unge­fil­ter­ten Hiber­ni­an Eng­lish. Siob­han lehr­te die Schü­ler sogar einen Satz auf Gälisch, der in allen Situa­tio­nen des täg­li­chen Lebens ein­ge­setzt wer­den könn­te. Die Aus­spra­che wur­de Wort für Wort ein­ge­übt und im Chor gespro­chen, wobei aller­dings die Lach­an­fäl­le der Iren auf der Büh­ne klar­mach­te, dass es sich bei „Pot má hon“ eben nicht um einen salon­fä­hi­gen Aus­druck han­del­te, son­dern um eine Vari­an­te des Zitats des Götz von Ber­li­chin­gen, wel­ches aber letzt­lich auch ein Stück Welt­li­te­ra­tur gewor­den ist.

Wei­te­re Ver­ständ­nis­schwie­rig­kei­ten waren aller­dings nicht fest­stell­bar. Vie­les von dem, was im „nor­ma­len“ Fremd­spra­chen­un­ter­richt mit­un­ter als „zu schnell“ oder „zu schwie­rig“ erscheint, wird im mit­rei­ßen­den Spiel selbst erklä­rend. Am Schluss woll­ten die Zuschau­er gar nicht gehen, doch die Zuga­be-Rufe muss­ten unge­hört ver­hal­len, als die Schul­glo­cke die Vor­stel­lung end­gül­tig been­de­te.

Wil­de Sham­rock Tou­ring Theat­re 2017

Wer hät­te das geglaubt: Lite­ra­tur kann wirk­lich Spaß machen! Bewie­sen haben das ein­mal mehr die drei Ensem­ble­mit­glie­der des „Wil­de Sham­rock Tou­ring Theat­re“ aus Dub­lin, das am 4. Okto­ber 2017 zum mitt­ler­wei­le zehn­ten Mal am Gym­na­si­um Peg­nitz gas­tier­te.

Die Trup­pe um Inten­dant und Regis­seur Vin­cent Moran zeig­te das selbst ver­fass­te Stück “The Wri­ters in the Stars“. Büh­nen­bild oder aus­ge­feil­te Licht­tech­nik sind für die Grup­pe nicht erfor­der­lich. Was an Zube­hör fehlt, machen sie mit ihrer Spiel­lei­den­schaft wett. Ihr Ziel ist es, mit ihrem Spiel die Spra­che Eng­lisch außer­halb des Unter­richts erfahr­bar zu machen. Mit der unkon­ven­tio­nel­len Prä­sen­ta­ti­on „hoher“ Lite­ra­tur in über­schau­ba­ren Por­tio­nen über­win­den sie pro­blem­los mög­li­che Vor­be­hal­te und Hemm­schwel­len gegen­über – ver­meint­lich – zu schwe­ren Inhal­ten. Trotz rela­tiv hohen Sprechtem­pos konn­te das Publi­kum der Hand­lung pro­blem­los fol­gen.

Die gesam­mel­te Ober­stu­fe wur­de 90 Minu­ten lang auf eine Tour de for­ce der eng­lisch­spra­chi­gen Lite­ra­tur mit-genom­men und auch mit-geris­sen von der Spiel­be­geis­te­rung und der Komik der Akteu­re, die uner­müd­lich in neue Rol­len schlüpf­ten. Dabei waren Kos­tüm und Kulis­se mini­ma­lis­tisch, setz­ten nur klei­ne Akzen­te oder gaben der Phan­ta­sie der Zuschau­er poin­tier­te Hil­fe­stel­lun­gen. So folg­ten die ca. 160 Anwe­sen­den ger­ne in die himm­li­schen Gefil­de eines Schrift­stel­l­er­him­mels, wo sich eini­ge der größ­ten Autoren der eng­lisch­spra­chi­gen Lite­ra­tur einen Wett­streit um die Leser­gunst lie­fer­ten.

Zum Beleg für ihr Kön­nen zeig­ten Ernest Heming­way, Oscar Wil­de, Char­lot­te Bron­te und Wil­liam Shake­speare kur­ze Sze­nen aus ihren Wer­ken. Beson­ders viel Applaus ern­te­te dabei die Bal­kon­sze­ne aus „Romeo and Juliet“, die einer­seits in der Ori­gi­nal­fas­sung, ande­rer­seits zum bes­se­ren Ver­ständ­nis auch simul­tan in einer Jugend­sprach­ver­si­on gezeigt wur­de. Die Ent­schei­dung dar­über, wer nun letzt­lich der bes­te aller Autoren sei, wur­de dem begeis­ter­ten Publi­kum über­las­sen, das sich kaum eini­gen konn­te. Aktiv ein­be­zo­gen wur­de die Zuschau­er auch beim abschlie­ßen­den iri­schen Jodel- und Schen­kel­klop­fer­lied, mit dem die Vor­stel­lung ende­te – bis zum nächs­ten Jahr!

Wil­de Sham­rock Tou­ring Theat­re 2014

9.10.2014 The Wil­de Sham­rock Tou­ring Theat­re und das Stück: The Life and Times of Wil­liam Shake­speare. Sie kom­men aus Dub­lin und tou­ren seit meh­re­ren Jah­ren vor allem in Süd­deutsch­land, Öster­reich und der Schweiz. Die Stü­cke schrei­ben sie selbst und wir hof­fen, sie auch nächs­tes Jahr wie­der begrü­ßen zu kön­nen. 
Am Don­ners­tag, dem 9. Okto­ber 2014 wur­de in der 5./6. Stun­de in der alten Turn­hal­le für die Schü­ler und Schü­le­rin­nen der Q11 und Q12 das Stück “The Life and Times of Wil­liam Shake­speare“ auf­ge­führt.

Wil­de Sham­rock Tou­ring Theat­re 2013

Sie kamen, sie spiel­ten und sie konn­ten begeis­tern. Direkt aus Irland kamen die vier Akteu­re des Wil­de Sham­rock und boten den rund 200 Schü­le­rin­nen und Schü­lern der Ober­stu­fe eine äußerst kurz­wei­li­ge Show zum The­ma „Glo­bish“. Zum einen ging um die Viel­falt der eng­li­schen Spra­che, die schon längst zur Welt­spra­che gewor­den ist, zum ande­ren stan­den Merk­ma­le und Kon­se­quen­zen der Glo­ba­li­sie­rung im Mit­tel­punkt. Die kur­zen Spiel­sze­nen wech­sel­ten in schnel­ler Fol­ge mit Kom­men­tar­se­quen­zen und schwung­vol­len musi­ka­li­schen Ein­la­gen ab. Die Dar­stel­lung erschöpf­te sich aber nicht in humor­vol­len Prä­sen­ta­tio­nen der eng­li­schen Dia­lekt­viel­falt oder des ästhe­ti­schen Wort­reich­tums der eng­lisch­spra­chi­gen Lite­ra­tur, son­dern zeig­te genau­so die tra­gi­sche Sei­te der Glo­ba­li­sie­rung, die Schick­sa­le von Bil­lig­lohn­ar­bei­tern in Schwel­len­län­dern.

Das Publi­kum ging mit Begeis­te­rung mit und spä­tes­tens als die Akteu­re die Büh­ne ver­lie­ßen, um im Zuschau­er­raum nach einem frei­wil­li­gen Mit­spie­ler such­ten, waren alle Anwe­sen­den voll bei der Sache.

Peg­nit­zer Schü­ler­kom­men­ta­re (1):

Time flew by with the Sham­rock Tou­ring Theat­re. It would be gre­at if they came back to sta­ge a play for the next Q11 and Q12 genera­ti­on!”

I was very sur­pri­sed that the actors made a lot of jokes about cur­rent topics which are inte­res­ting for us like face­book and that they were fun­ny, too.”

I was very impres­sed with the dif­fe­rent cha­rac­ters. It was gre­at enter­tain­ment and under­stand­a­ble, too!”

The swit­ching bet­ween music and acting was a real­ly good idea!”

It was very fun­ny but the­re wer­de also serious pas­sa­ges in it which made me think. I lik­ed that the audi­ence beca­me invol­ved in the play, thus ever­y­bo­dy paid much more atten­ti­on to the plot. I was able to fol­low the play without having to try too hard.”

The­re was no time to get bored! May­be E. could take off his shirt on sta­ge next time?!

Gre­at show! Eli we love u!”

The show was well orga­nis­ed and the part with the “vol­un­teer” from the audi­ence added an exci­ting momen­tum! All in all, I wis­hed that not only the lea­ving cert cals­ses would be allo­wed to watch it!”

The actors were gre­at, they had fan­tastic ide­as for the show. The timing was per­fect for stu­dents and their sin­gin was f*** awe­so­me!”

2008-10-15 Irish Actors Theat­re