Schull in Pegnitz (April 2026)
Im April 2026 fand der Gegenbesuch der irischen Gäste in Pegnitz statt.
Gympeg in Schull (März 2026)
Die neun Glücklichen, die am Irlandaustausch 2026 teilnehmen konnten, brachen in Begleitung von Herrn Çap und Frau Heinrich am 19. März vom Flughafen Nürnberg aus nach Cork auf. Noch am Tag der Ankunft wurde das Zentrum der zweitgrößten Stadt der Republik (222000 Einwohner) besichtigt. Besonders beeindruckend war der English Market, eine überdachte Markthalle die große kulinarische Vielfalt bietet, vom Tintenfisch bis zum Schweinekopf.
Die Fahrt nach Schull, zum ersten Zusammentreffen mit den Partnern und deren Familien sollte zu einem einprägsamen Erlebnis werden. Von Cork aus ging es nach Kinsale, einstmals einer der am besten geschützten Häfen Südirlands. Zwei gewaltige Forts, die heute noch besichtigt werden können, schützen die Hafeneinfahrt. Heutzutage ist der quirlige Ort wegen seiner bunten Häuserfronten und zahlreichen Restaurants ein touristisches Zentrum. Auf einem historischen Stadtrundgang mit Barry Moloney erhielten die deutschen Besucher Einblicke in die Geschichte des Ortes. In der Architektur zeigen sich die Einflüsse der verschiedenen Eroberer. Mit der Niederlage der Iren in der Schlacht von Kinsale 1601 wurde letztlich die englische Vorherrschaft über die grüne Insel für Jahrhunderte besiegelt.
Bei einem Besuch der noch immer beeindruckenden Ruinen der Abtei von Timoleague, die von den englischen Eroberern zerstört wurde, wird die vergangene Macht der Klöster in der Entwicklung des Landes als spirituelle und kulturelle Zentren deutlich.
Die quirlige Stadt Colonakilty ist in der Größe mit Pegnitz vergleichbar und der Besuch des Farmermarktes beweist anschaulich die erfolgreiche Vermarktung regionaler Produkte von Kleinproduzenten. Am nahegelegenen Longstrand erhielten wir von einer Biologin eine Führung durch die eindrucksvolle Dünenlandschaft und Informationen über die Arbeit einer ehrenamtlichen lokalen Gruppe, die sich des Schutzes des Biotops widmet.















Das Wochenende verbrachten die Pegnitzer Jugendlichen in ihren Gastfamilien. Die Folgewoche in Schull brachten Unterrichtsbesuche im Schull Community College zusammen mit den Partnern, ein gemeinsamer Workshop mit traditionellen irischen Tänzen, eine Einführung in Gaelic football und eine Tour mit Seekajaks, da Kajakfahren und Segeln im Schull Community College zum normalen Lehrplan gehört. Ein weiterer Höhepunkt war die Exkursion mit Betriebsbesichtigung zu Top of the Rock, einer Farm, die sich mit der Bewahrung alter Nutztierrassen , dem Ausweisen und der Pflege eines Netzes von Wanderrouten sowie der Errichtung von Glamping-Pods zu einem Zentrum des sanften Tourismus entwickelt hat. Wie Pegnitz eine Sternwarte, hat Schull community college ein eigenes Planetarium, das einzige in ganz Irland.
Die Begegnung mit den halbwilden Pferden von Longstrand, die Herr Çap filmte, war sicherlich einer der Höhepunkte des Schüleraustauschs mit Schull.
Ein Meilenstein der Technik wurde mit der Fahrt zum Mizen Head Visitor Center, einer einstigen Funkstation an der Südwestspitze Irlands, besichtigt. Hier erfuhr die Gruppe viel Wissenswertes über den vorgelagerten Leuchtturm Fastnet Rock, Ireland‘s teardrop, die Geologie der irischen Südwestküste und den maritimen Lebensraum. Der irisch-italienische Funkpionier Guglielmo Marconi baute hier Anfang des 20. Jahrhunderts die erste transatlantische Funkstation Europas auf, womit der Grundstein für den modernen Rundfunk, Mobilfunk und Schifffahrtssicherheit gelegt wurde.
Am Vormittag der Abreise gab es noch eine Führung durch die Seenotrettungsstation in Schull, für deren Rettungsdienste Marconis Erfindung unabdingbar ist, bevor es zurück zum Flughafen in Cork ging.
Noch wichtiger als die vielen Eindrücke und Einblicke in die irische Kultur und Geschichte waren allerdings die persönlichen Kontakte mit den Menschen. In der Begegnung mit Gleichaltrigen, dem Aufenthalt in Familien erleben die Jugendlichen Unterschiede des Kultur, aber auch die Gemeinsamkeiten, die die Menschen des europäischen Raums verbinden. Trotz der Kürze des Aufenthalts entstanden Freundschaften, die mit weiteren Begegnungen noch vertieft werden sollen.
Susanne Heinrich
Erasmus+ Hospitation in Irland (O
Im Rahmen des Erasmus+-Programms konnte Herr Schreiber im Oktober 2025 für eine Woche die irische Partnerschule, das Schull Community College, besuchen. Zusammen mit zwei Schülerinnen der 9. und 10. Jahrgangsstufe, Katharina Müller und Lara Sonntag, die für einen zweiwöchigen Schulbesuch nach Schull reisten, ging es zunächst am frühen Samstag ab Nürnberg mit Zwischenstop auf dem riesigen Flughafen Schiphol/Amsterdam nach Cork im Süden Irlands. Dort wurden alle sehr herzlich von der betreuenden Lehrkraft und Erasmus-Koordinatorin, Frau Lena Tiernan, empfangen und „erstversorgt“. Dafür nochmal ein herzliches Dankeschön.
Die zwei Schülerinnen, die noch eine Woche länger blieben, kamen bei einer engagierten Kollegin der Schule unter. Sie nahmen am normalen Unterricht teil, weshalb sie sich an die Schuluniform anpassten u.a. mit einem weinroten Schulpulli samt Schulwappen des SCC.
Schull ist ein kleiner Ort an der Atlantikküste mit knapp 700 Einwohnern und im Oktober recht ruhig. Da er aber direkt am Meer, der Roaring Water Bay, liegt, ist Schull bekannt als Zentrum für Segler, Angler, Schwimmer und im Sommer deutlich lebhafter.
Das Schull Community College, eigentlich eine recht überschaubare Schule mit 400 Schülern, ist eine koedukative, staatliche und nicht konfessionelle Schule mit angeschlossenem Marine & Outdoor Education Center, was heißt, dass Wassersport in jeder Form Teil des Schulalltags ist. Auf Inklusion wird in der Schule sehr viel Wert gelegt, die neben den üblichen Fächern auch Holz- und Metallarbeiten, Hauswirtschaft, Design und Kommunikation anbietet. In der Weihnachtszeit ist quasi die gesamte Schule mit der Produktion eines Musicals beschäftigt, bei der Schüler alle Arbeitsbereiche hinter und auf der Bühne mit übernehmen. Wie Pegnitz ist auch Schull Mitglied der ständig wachsenden Erasmus+ ‑Schul-Familie, so dass nichtirische Schülerinnen und Schüler bzw. Lehrkräfte dort immer willkommen sind.
Für die deutsche Lehrkraft bedeutete der Aufenthalt zuerst einmal, die Schule und irische Kolleginnen und Kollegen kennenzulernen. Dazu dienten Unterrichtbesuche in verschiedenen Schulstunden, auch für Irisch, einem Pflichtfach, das sehr stark die irische Identität stärkt – auch wenn die deutsche Lehrkraft gar nichts verstanden hat.
Transition Year, ein Übergangsjahr zwischen Mittel- und Oberstufe, war ein ganz anderer, prägender Eindruck. Ein ganzes Schuljahr lang erhalten die Schülerinnen und Schüler keinen herkömmlichen Unterricht, sondern sind angehalten, sich zum Teil auch in Eigenregie mit sozialen, unternehmerischen, beruflichen Themen zu befassen, wodurch sie ihren eigenen Erfahrungshorizont reflektieren und deutlich erweitern können. Herr Schreiber durfte in diesem Rahmen eine Veranstaltung begleiten, auf der erfolgreiche Jungunternehmer und eine Social Media-Expertin den teilnehmenden SuS in sehr lebhafter Art ihre eigenen Erfahrungen weiterreichten.
Herr Schreiber vermittelte auch seinerseits sein Wissen als deutscher Geschichtslehrer. Für die Oberstufe hielt er zwei Vorträge (auf Englisch) über die Gedenkstätte Flossenbürg und konnte den irischen SuS eindrücklich das System der KZs vermitteln, was so ansonsten wohl kaum in einer irischen Schule geschieht. Dadurch wurde der Aufenthalt profitabel für beide Seiten.
Umgekehrt durfte Herr Schreiber von der sehr lebendigen Geschichte dieser Gegend profitieren. Ein exzellentes Museum über die große irische Hungersnot Mitte des 19. Jahrhunderts und eine Führung durch ein Privatmuseum eines Experten für die irische Unabhängigkeitsbewegung (1916–23), der gar nicht aufhören wollte, sein Wissen zu vermitteln, bereicherten den Besuch in Schull immens. So war es für ihn auch selbstverständlich, die irische Schülergruppe bei ihrem Besuch in Pegnitz zum Grenzlandmuseum in Mödlareuth zu begleiten.
Axel Schreiber
Gympeg in Schull (März/April 2025)
Bericht und Film zur Anreise des Schüleraustauschs nach Schull, Irland sind von Herrn Rudolph.
Am frühen Morgen des 27. März begann für die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Pegnitz das lang ersehnte Abenteuer: der Schüleraustausch mit unserer Partnerschule in Schull, Irland. Bereits um 4:00 Uhr versammelte sich die Gruppe mit ihren begleitenden Lehrkräften am Flughafen Nürnberg, um die Reise anzutreten.
Der erste Flug startete planmäßig um 6:00 Uhr und brachte uns nach Amsterdam, wo ein vierstündiger Aufenthalt am Flughafen bevorstand. Trotz der langen Wartezeit ließen sich die Schüler die gute Laune nicht nehmen und nutzten die Zeit, um sich gemeinsam auf die bevorstehenden Tage einzustimmen.
Die Weiterreise gestaltete sich jedoch unerwartet herausfordernd: Aufgrund einer Verspätung verzögerte sich der Anschlussflug nach Cork, sodass wir erst gegen 13:00 Uhr in Richtung Irland starten konnten. Die Ankunft in Cork erfolgte am frühen Nachmittag, woraufhin die Gruppe die Gelegenheit nutzte, die Stadt zu erkunden. Bei einer Besichtigungstour durch Cork konnten die Schüler erste Eindrücke von der irischen Kultur und Architektur sammeln.
Nach einem erlebnisreichen ersten Tag ging es am Abend in die Unterkunft, Sheila’s Hostel, wo sich alle nach der langen Reise von den Strapazen erholen konnten. Am nächsten Morgen stand dann die Weiterfahrt nach Schull an, wo die Gastfamilien bereits gespannt auf ihre Austauschschüler warteten.
Mit viel Vorfreude auf die kommenden Tage und zahlreiche spannende Erfahrungen ging der erste Reisetag zu Ende.
Schull in Pegnitz (Mai 2024)
Nach dem Besuch der Pegnitzer Schülergruppe im Community College Schull, County Cork, Irland Anfang März 2024 fand der Gegenbesuch der Iren vom 10. – 16. Mai in Pegnitz statt. Von der Südwestküste Irlands reisten die Besucher fast 2000 km ins Frankenland. Nach dem überwältigenden Eindruck der Pegnitzer Schüler von der dramatischen Küstenlandschaft Irlands und der großen Herzlichkeit der Gastgeber, waren alle Beteiligten entschlossen, das sich selbst und das Frankenland von der besten Seite zu zeigen.
Die zehn irischen Pioniere des erstmals stattfindenden Austauschs zwischen den beiden Schulen landeten in Begleitung von den Lehrkräften Lena Tiernan und Karen Connolly am Flughafen Nürnberg, wo sie schon von ihren Austauschpartnern erwartet wurden. Nach einer kurzen Begrüßung und Erstverpflegung mit frischen Brezen übernahmen die Familien die Wochenendgestaltung, bevor am Montag der offizielle Teil des Austauschs begann. Das Community College Cork ist mit ca. 260 Schülern deutlich kleiner als das Gymnasium Pegnitz, so dass die irischen Gäste schon allein von der Weitläufigkeit des Gebäudes beeindruckt waren. Nach einem ersten Eindruck des deutschen Schulalltags und der Begrüßung durch Frau Becker ging es zum Empfang beim Pegnitzer Bürgermeister, den die gut vorbereiteten Gäste ausführlich interviewten. Etwas zwangloser war die anschließende digitale Schnitzeljagd, die Herr Bernard mit deutschen und irischen Schülern durchführte und die alle Beteiligten letztlich zum Salatbüffet des neueingerichteten Café Chillig führte. Frisch gestärkt wurden die Iren in einem Workshop unter Leitung mit den Gymbees bekannt gemacht.
Am Dienstag stand das UNESCO-Weltkulturerbe Markfräfliches Opernhaus Bayreuth sowie die Besichtigung der Stadt und der Eremitage auf dem Programm. Fortgesetzt wurde der Kulturtrip mit der Fahrt nach Nürnberg, an der auch die deutschen Partner teilnehmen durften, damit kein Ire in der großen Stadt verloren geht. Herr Huber führte die Gruppe zunächst über das Reichsparteitagsgelände, durch die Innenstadt und am Nachmittag zur Kaiserburg. Der Abend klang anschließend mit gemeinsamem Grillen aus.
Der letzte Tag dieser intensiven Woche begann zunächst mit einem Unterrichtsbesuch für Schüler und Lehrerinnen. Letztere bereicherten dabei mit ihren Beiträgen den Fremdsprachenunterricht der deutschen Klassen.
Nach einer kurzen Pause folgte für die Iren eine hochinteressante Betriebsbesichtigung und Mittagessen bei der KSB, die gegebenenfalls auch den Iren Praktikumsplätze anbieten würde.
Am Nachmittag ging es für die irischen Gäste und deren Gastfamilien wieder zum Nürnberger Flughafen. Die geplante Reisedauer von ca. siebeneinhalb Stunden wurde allerdings durch das Unwettertief im deutschen Westen mit einer erzwungenen Übernachtung in Amsterdam deutlich verlängert.
Trotz (oder vielleicht auch wegen) der abenteuerlichen Reisebedingungen war der erste deutsch-irische Austausch ein voller Erfolg und er soll in Zukunft zum festen Bestandteil des Austauschprogramms der beiden Schulen werden.
S.Heinrich













































































































































































































































































































































































































