Gymhats (2012) und Gym­bags (2014)

Gym­bags auf dem Som­mer­fest 2014

Der Ver­kaufs­stand des Sozi­al­wis­sen­schaft­li­chen Zwei­ges am Gym­Peg beim Som­mer­fest am 15. Juli 2014 beruh­te weit­ge­hend auf der Initia­ti­ve zwei­er Müt­ter, die sich anläss­lich der anste­hen­den Typi­sie­rungs­ak­ti­on für Aman­da Scholz spon­tan dazu ent­schlos­sen hat­ten, ihre selbst genäh­ten Pro­duk­te zu ver­kau­fen und den gesam­ten Erlös zu spen­den.

So näh­te Bea­te Petri eigens Ein­kaufs­ta­schen aus 100% Sei­de „hand­ma­de in Peg­nitz“, die mit oder ohne einem gol­de­nen PEG-Auf­druck erwor­ben wer­den konn­ten. Kat­ja Haas stell­te eine bun­te Kol­lek­ti­on aus Han­dy­ta­schen, Schmink- und Feder­mäpp­chen sowie klei­nen und gro­ßen Mons­tern zur Ver­fü­gung. Der Häkel­kreis um Simo­ne Birn­mey­er steu­er­te Ein­kaufs­net­ze wie zu Omas Zei­ten bei. Ins­ge­samt kamen mehr als 400€ in die Kas­se, die nun der Typi­sie­rungs­ak­ti­on zugu­te kom­men.

2013-12-05 Ers­ter Preis für die Gymhats
2013-12-05 6800 Euro für die gym-hats
2013-10-24 Akti­on Gym­hat geht in die zwei­te Run­de

Gym-eggs

Gymeggs

Die gym-hats ver­ab­schie­den sich (Dez. 2012)

Am 20.12.2012 fand die Abschluss­ver­an­stal­tung einer Akti­on statt, die alle Erwar­tun­gen über­trof­fen hat: Die gym-hats ver­ab­schie­den sich. Seit dem ers­ten Ver­kaufs­tag der kun­ter­bun­ten Häkel- und Strick­müt­zen am Som­mer­fest des Gym­na­si­ums Peg­nitz ist ein hal­bes Jahr ver­gan­gen, in dem fast 4000€ (Stand vom 11.12.2012) an Spen­den­gel­dern ein­ge­nom­men wur­den.

Die­ses Geld wur­de im Café Pflaum sei­ner Bestim­mung über­ge­ben wer­den, näm­lich an hilfs­be­dürf­ti­ge Kin­der in und um Peg­nitz.

An die­sem Tag waren alle ein­ge­la­den, die hin­ter den gym-hats ste­cken und die Akti­on zu einem so gro­ßen Erfolg gemacht haben: allen vor­an die zahl­rei­chen Häk­le­rin­nen, Stri­cke­rin­nen und Nähe­rin­nen, die Geschäfts­leu­te aus Peg­nitz, die uns unter­stützt haben, alle Spen­de­rin­nen und Spen­der und über­haupt alle, die sich die­ser Akti­on ver­bun­den füh­len, indem sie Müt­zen gekauft oder das Pro­jekt auf eine ande­re Art und Wei­se unter­stützt haben. Ihnen allen sei schon an die­ser Stel­le herz­lich für ihr Enga­ge­ment und Durch­hal­te­ver­mö­gen gedankt.

Ihr Kom­men haben außer­dem Bür­ger­meis­ter Uwe Raab, der Schul­lei­ter des Gym­na­si­ums Peg­nitz, OStR Dem­bow­ski, Dekan Dr. Schoe­nau­er für die evan­ge­li­sche Kir­che, Frau Zink und Frau Grosch-Maca­mo für die katho­li­sche Kir­che sowie Frau Münch als Vor­sit­zen­de der Tafel e.V. zuge­sagt.

Die Gymhats besu­chen den Bür­ger­meis­ter (2012)

Gym­hat mit Peg­nitz­wap­pen
Gym-Hat mit Peg­nitz­wap­pen
Der Bür­ger­meis­ter höchst­per­sön­lich mit einer unse­rer Gym-Hats!

Pres­se­be­rich­te

2012-12-21 Erlös der Gym­hat-Akti­on
2012-12-21 Gymhats – Leh­re­rin­nen häkeln für den guten Zweck

Gym-hats – wie alles begann (2012)

Am Anfang stand der Wunsch mei­nes Man­nes, ich möge ihm doch eine Müt­ze stri­cken, die so auf­fäl­lig sei, dass er sie nicht stän­dig suchen müs­se. Also mach­te ich mich auf die Suche nach geeig­ne­ter Wol­le. In einem Hand­ar­beits­la­den wur­den mir ver­schie­de­ne Neon­far­ben ange­bo­ten wur­den. Gewagt, getan, ich fer­tig­te den Pro­to­typ in Neon­gelb.

Sogleich woll­te mein drei­jäh­ri­ger Sohn die­sel­be Müt­ze, dann folg­te der 19-jäh­ri­ge Prak­ti­kant im Kin­der­gar­ten und schließ­lich kamen der Rei­he nach sämt­li­che Kin­der aus der Nach­bar­schaft mit der Bit­te um eine Neon­müt­ze. Da es irgend­wann ein­fach zu lang­wei­lig wur­de, immer die glei­che Müt­ze zu stri­cken, wur­de ich immer gewag­ter und pro­bier­te wei­te­re Model­le aus.

Dabei ent­stand die Idee, den Schü­lern am WSG‑S vor­zu­schla­gen, ähn­li­che Müt­zen für den Weih­nachts­markt zu häkeln und zu stri­cken, wo wir bereits im letz­ten Jahr einen sehr erfolg­rei­chen Stand mit Back­wa­ren betrie­ben haben. Das Geld wur­de antei­lig für einen sehr guten Zweck gespen­det, es kam näm­lich dem Fahr­ten­kon­to der Schu­le zugu­te, das bedürf­ti­gen Kin­dern die Teil­nah­me an Schul­fahr­ten z.B. ins Ski­la­ger oder nach Eng­land ermög­licht.

Uner­war­tet vie­le Schü­le­rin­nen und auch Schü­ler (!) lie­ßen sich sofort für die leuch­ten­den Müt­zen begeis­tern und erklär­ten spon­tan ihre Bereit­schaft zur Mit­ar­beit. Daher auch der Name des Pro­jekts „Feu­er und Flam­me“. Und des­halb machen wir uns nun an die Arbeit!

Hier sind die wich­tigs­ten “Basics“:
Das Müt­zen­stri­cken oder –häkeln ist leicht, wenn man über die wich­tigs­ten Grund­kennt­nis­se im Hand­ar­bei­ten ver­fügt.

Wenn nicht, gibt es eine detail­lier­te Anlei­tung ent­we­der bei der Mut­ter, der Oma oder in dem sehr amü­san­ten Buch: „mybo­shi müt­zen­ma­cher, häkel­müt­zen in dei­nem style“, das nicht nur die Erfolgs­ge­schich­te der ober­frän­ki­schen Müt­zen­häk­ler Tho­mas Jae­nisch und Felix Roh­land ent­hält, son­dern auch mit Hil­fe einer dvd Schritt für Schritt erklärt, wie eine Müt­ze gehä­kelt wird. Das Buch mit der ISBN-Num­mer 978–3‑7724–6753‑0 kos­tet 14,99€ und kann bei mir aus­ge­lie­hen wer­den.

Was man braucht: zum Stri­cken ein Nadel­spiel (=5 Nadeln) in Stär­ke 7 oder 8, zum Häkeln eine Häkel­na­del eben­falls in Stär­ke 7 oder 8. Ich habe die Wol­le Mon­te­go von Online ver­wen­det (60% Schur­wol­le, 40% Poly­acryl, LL 100m/100g). Für eine ein­fa­che, ein­far­bi­ge Müt­ze ohne Bom­mel reicht ein Knäu­el (100g). Die­se Wol­le gibt es übri­gens auch in „nor­ma­len“ Far­ben. Selbst­ver­ständ­lich kann auch jede ande­re Wol­le (bit­te mit mög­lichst hohem Woll­an­teil, kein rei­nes Acryl) ver­wen­det wer­den, jedoch müs­sen dann Nadeln und Maschen­zahl ange­passt wer­den.

Wie die Strick­müt­ze geht (alle Anga­ben bezie­hen sich auf die Wol­le Mon­te­go):

Die Müt­ze wird von unten nach oben gestrickt. Je nach Kopf­grö­ße 60 oder 64 M mit dem Nadel­spiel anschla­gen und in Run­den 2 M rechts, 2 M links im Wech­sel stri­cken. Je nach Grö­ße ca. 35 Run­den stri­cken, dann für die Kopf­ab­nah­me wie folgt arbei­ten: In der ers­ten Run­de jeweils zwei rech­te Maschen rechts zusam­men­stri­cken. Dann 4 Rd stri­cken, wie die Maschen erschei­nen, dann in der nächs­ten Run­de jeweils zwei lin­ke Maschen links zusam­men­stri­cken. Dann wie­der 4 Rd alle Maschen stri­cken, wie sie erschei­nen, dann jeweils zwei Maschen abwech­selnd rechts und links zusam­men­stri­cken. Die rest­li­chen Maschen mit einem Faden zusam­men­zie­hen. Alle Fäden ver­nä­hen, fer­tig.

Wie die Häkel­müt­ze geht (alle Anga­ben bezie­hen sich auf die Wol­le Mon­te­go):

Man beginnt an der Ober­sei­te des Kop­fes, die Müt­ze wird also von oben nach unten gehä­kelt. 1 Anschlags­ma­sche und 4 Luft­ma­schen zum Ring schlie­ßen. In den Ring 11 hal­be Stäb­chen häkeln (einen Umschlag um die Nadel legen, ein­ste­chen und alle drei Schlin­gen auf ein­mal abma­schen). Den Run­den­be­ginn mit einem Faden mar­kie­ren (oder wer etwas mehr Übung hat, kann die Run­de mit einer Kett­ma­sche (ohne Umschlag ein­ste­chen und die Masche in einem Zug abma­schen) schlie­ßen und mit zwei Luft­ma­schen die nächs­te Run­de begin­nen). Dann beginnt die Maschen­zu­nah­me, ähn­lich wie bei einem Topf­lap­pen: In der 2. Rd. in jede Masche zwei Maschen häkeln = 22M; in der 3. Rd. jede 2. Masche ver­dop­peln, in der 4. Rd. jede 3. Masche ver­dop­peln, in der 5. Rd. jede 4. Masche ver­dop­peln, in der 6. Rd. jede 5. Masche ver­dop­peln, in der 6. Rd. jede 6. Masche ver­dop­peln. Nun muss man mes­sen, ob der Kopf­durch­mes­ser erreicht ist, ggf. muss noch eine Zunah­merun­de gear­bei­tet wer­den.

Die fol­gen­den Run­den wer­den ohne Zunah­me gear­bei­tet. Je nach Grö­ße sind es ca. 10 bis 12 Run­den. Für den Abschluss der Müt­ze die Müt­ze wen­den und eine Rd. fes­te Maschen um die gesam­te Müt­ze arbei­ten. Auch eine Rei­he Krebs­ma­schen (das sind fes­te Maschen, die von links nach rechts, also rück­wärts, gear­bei­tet wer­den) bil­det einen schö­nen Abschluss. Der Krea­ti­vi­tät sind in Bezug auf Form und Far­ben kei­ne Gren­zen gesetzt. Zu beden­ken ist nur, dass die Müt­zen so per­fekt wie mög­lich gear­bei­tet wer­den soll­ten, schließ­lich wol­len wir sie ver­kau­fen. Dazu gehört lei­der auch, dass man ein­mal etwas auf­tren­nen und kor­ri­gie­ren muss.  

S. B., Fach­be­treue­rin für Geschich­te und Sozi­al­kun­de

2014-02-13 PSD-Bank-Preis für Gymhats